Die Schweizer Fahrradbranche ist bis anhin fest in Männerhänden, zumindest bisher. Frauen, die Bikes importieren und distribuieren, sind bisher praktisch unbekannt. Umso erfrischender, dass sich Karin Vogelsanger und Edith Preinfalk dazu entschlossen haben, ab sofort im E-Bike Markt mitzumischen. Was die beiden bewegt hat und was sie bewegen wollen, haben sie mir bei einem persönlichen Gespräch verraten.

 
von Rolf Fleckenstein

 

So frisch und überraschend, wie der Einstieg der beiden Damen ins E-Bike Geschäft von aussen wirkt, ist er gar nicht. Seit Jahren importieren die beiden Artikel für den Bau-markt wie z.B. Duschbrausen, Sanitär-produkte, Werkzeug oder Velos aus Fernost für Grossverteiler wie z.B. den Jumbo-Markt. Das war über viele Jahre ihr Business, doch das Geschäft mit dem Handel ist in den letzten Jahren immer schwieriger geworden. Der Aufwand wuchs stetig, doch die Margen gingen zurück. Das hat viel Nerven gekostet und viel Stress verursacht. Ein Effekt, den man in der Wirtschaft an allen Ecken und Enden hört: man arbeitet hart und kommt doch zu nichts. Wozu sich das also antun?

Langjährige Erfahrung mit dem Handel von Produkten aus Asien
Da stehen sie also, zwei ausgebuffte Businesswomen, die wissen, wie der Hase im internationalen Handel mit Asien läuft, welche beide schon in Hongkong gelebt haben, welche es gewohnt sind, nach China zu reisen, sich auf Messen herumzutreiben, um neue Produkte aufzugabeln oder neue Ideen zu entwickeln, die man im heimischen Markt absetzen könnte, doch vom bisherigen Markt hatten sie langsam aber sicher die Nase voll. Bei einem gemeinsamen Spaziergang entschlossen sie sich dazu, das bisherige Geschäft aufzugeben und ein neues zu starten und sich auf den Import und Vertrieb von E-Bikes zu konzentrieren. Nachdem sie über Jahre Velos aus Asien an Grossverteiler absetzten, haben sie heute natürlich ein gutes Netzwerk und die wichtigen Kontakte, die darüber entscheiden, ob ein Vertrieb zustande kommt oder nicht.

Erste Erfahrungen mit E-Bikes
Bereits vor 5-6 Jahren kamen sie mit E-Bikes in Berührung und versuchten sich dabei, doch die ersten E-Bikes, die sie absetzten, waren aus heutiger Sicht “dilettantisch”, wie Karin Vogelsanger offenherzig verrät. „E-Bikes zu konzpieren, zu vertreiben und im Aftersales-Service zu betreuen, ist viel schwieriger wie normale Velos”, gesteht Karin Vogelsanger….

 

Den ganzen Artikel finden interessierte Leserinnen und Leser in unserer aktuellen Ausgabe “Sportguide Bike, 1/2017”