Bugatti E-Bike 2017

Lange ist es her, da hat die deutsche Marke PG mit seinem Modell “Black Trail” Furore gemacht. Es war etwa anno 2010, als PG das mit rund 100 Sachen schnellste und mit rund 60’000 Euro, damals rund CHF 77’000, auch teuerste E-Bike auf den Markt brachte. Verantwortlich für die Spitzenleistung war der Karbonaufbau des E-Bikes und der damals überdurchschnittlich starke Motor des damaligen Herstellers Clean Mobile. Wir hatten die Marke und ihre Modelle in unserer Buchausgabe 2012 noch vorgestellt. Bald darauf ging Clean Mobile Konkurs und auch PG tauchte lange ab, man hörte viele Jahre nichts mehr, die Kommunikation war eh nie die Beste.

Nun macht PG wieder von sich reden, nämlich als Hersteller des Bugatti E-Bikes “PG for Bugatti”. Das E-Bike wird mit einem Antrieb von Continental ausgestattet. Doch all den Jahren der Absenz weiss man nicht so richtig, ob man das Ganze glauben soll oder nicht. Die Idee ist für sich alleine genommen schon einmal der Hammer. Ob, wann und wie das Ganze real umgesetzt wird, warten wir einmal ab.

Continental verstärkt Marktauftritt als E-Bike-Motorenhersteller

Continental werden die meisten als Pneuhersteller kennen, doch der weltweit agierende Konzern tut schon lange vielmehr, als ausschliesslich Reifen zu produzieren. E-Biker werden ihre Freude daran haben, denn mit Continental ist ein weiterer starker Motorenhersteller im Markt, der den anderen grossen Motorenbauern Paroli bieten kann. Ab 2017 verstärkt Continental die Präsenz auf dem Schweizer Markt. Die Firma TST vertritt Continental ab 2017 im Bereich E-Bike und Antriebe, was Lieferzeiten verkürzen dürfte und den Service für die Händler verbessern. Wer mehr über die E-Bike-Welt von Continental wissen möchte, hier zwei Homepages: http://www.conti-ebike-system.com und http://www.conti-drive-system.com.

BESV: Tolle Konzepte, doch bei der Lieferung happerte es bisher

Letztes Jahr um diese Zeit haben wir das Modell LX1 der taiwanesischen Marke BESV, die von der Firma Ontek AG in die Schweiz importiert wird, vorgestellt. Im Verlaufe des Jahres kamen uns Beschwerden zu Ohren, dass die E-Bikes gar nicht geliefert wurden. De facto waren für den Europäischen Raum viel zu wenige Modelle auf Vorrat produziert worden und der Schweizer Importeur musste schauen, wo er bleibt. In der Folge waren Kunden über die Lieferschwierigkeiten verärgert. Nun waren wir an der Eurobike Messe im Herbst, durften dort das neue Modell TRB1 bestaunen, doch aus Taiwan hören wir keinen Ton, ob und wann die Modelle geliefert werden. Der Schweizer Importeur schreibt uns nun auf unsere Anfrage, dass die Verfügbarkeit der bisherigen Modelle für 2017 gewährleistet und das Modell TRB1 ab Ende Juni im Ontek Store zu kaufen sei. Wir sind gespannt, wie es 2017 ablaufen wird.

Überraschendes Sesselrücken beim Schweizer E-Bike Hersteller Flyer

Gerade erreicht uns heute Freitag Nachmittag die Meldung, dass per nächsten Montag Andreas Kessler (siehe Bild) die Führung der Biketec AG in Huttwil übernimmt, nachdem der bisherige CEO Simon Lehmann das Unternehmen “auf eigenen Wunsch per sofort verlässt”, so heisst gemäss Pressemitteilung. Es heisst in der Mitteilung weiter “Der Verwaltungsrat bedauert diesen Entschluss. «Wir danken Simon Lehmann für sein Engagement und die neuen Ideen, die er in die Biketec AG eingebracht hat», sagt Franz Studer, Verwaltungsratspräsident der Biketec AG. Als interimistischen CEO hat der Verwaltungsrat Andreas Kessler ernannt. «Andreas Kessler hat langjährige Führungserfahrung in Unternehmen der Sport- und Konsumgüterbranche. Wir sind überzeugt, dass er die ideale Besetzung ist, bis die Nachfolge definitiv geklärt ist», so Franz Studer.”

Der Abgang ist überraschend – ein Rauswurf?
Der Abgang von Simon Lehmann kommt völlig überraschend. Simon Lehmann hat den Schweizer E-Bike Hersteller in den letzten zwei Jahren tatkräftig umgebaut und ummodelliert. Er, der aus der Reisebranche stammte, war eine klare Bereicherung für den Elektrofahrrad-Hersteller in kreativer Hinsicht. Der plötzliche Abgang sieht nach einem Rauswurf aus, vielleicht hat aber auch er die Reissleine gezogen. Die diversen Personalwechsel in der Chefetage der Biketec AG bestätigen, dass sich das Unternehmen noch immer im Umbruch befindet.

Simon Lehmann muss man auf jeden Fall Tatendrang, Energie und Kreativität zuschreiben. Unter seiner Führung wurde die gesamte Modellpalette der Marke Flyer überarbeitet, modernisiert und gestrafft. Flyer hat sich klar nach vorne bewegt, was seine Modelle anbelangt. Im Februar dieses Jahres wurden wir darüber verständigt, dass das Schweizer Unternehmen seinen holländischen Vertriebspartner Amazing Wheels gekauft hatte, um stärker in den Benelux-Staaten vertreten zu sein und seine Marktposition dort stärker auszubauen, was für den Ehrgeiz und die Expansionsfreude des Schweizer Herstellers unter der Führung von Simon Lehmann spricht. Offenbar steht das Unternehmen immer noch unter einem grossen Druck, dafür sprechen die massiven Veränderungen, die das Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren erfahren hat. Und man kann sich gut vorstellen, dass man sich in der Führungsetage nicht immer einig darüber war, wie es erfolgreich in die Zukunft gehen könnte, schliesslich hat sich der gesamte Fahrrad-Markt in der Schweiz in den vergangenen Jahren sehr zum Negativen verändert. Man gewinnt den Eindruck, dass es im Management zum Knatsch kam und Simon Lehmann das Unternehmen nun Knall auf Fall verlässt.

Andreas Kessler
Mit Andreas Kessler setzt der Verwaltungsrat für den Übergang einen erfahrenen Manager aus der Sport- und Outdoorbranche auf den Chefsessel des Elektrobikeherstellers, bis der neue CEO definitiv gefunden ist. Andreas Kessler begann seine Karriere bei Unilever, arbeitete später für die Swatch Group und Rado, wurde 2012 CEO bei Odlo und danach Chief Sales Officers (CSO) bei der Mammut Sports Group. Er bringt keine Erfahrung aus der Fahrradbranche mit, aber ein fundiertes Wissen und Erfahrung aus dem Management der Sport- und Outdoorbranche.

 

Jetzt werden E-Bikes sexy!

Nun mischt sich auch noch das Vorzeigelabel Playboy unter die E-Bike-Macher. In Kürze gibt es eine Sonderedition des Modells Turbo S der Marke Specialized. Die edlen E-Bikes sind mit dem Logo von Playboy verziert, das Design wurde entsprechend sexy in Schwarz-Gold gehalten. Die Spezialedition ist auf 40 Stück limitiert und nur bei wenigen Händlern erhältlich. Gezeigt wird das Bike erstmals öffentlich an der Berliner Fahrradschau (Stand H3-A03) am Samstag, den 19.03.2016, um 16.00 Uhr. Insbesondere für bekennende Playboy-Liebhaber ist das gute Stück ein Muss! Das Speed-Pedelec (45 km/h) vermag zudem mit der neuen 691 Wh-Batterie mit ANT+/Bluetooth-Funktion, die kompatibel ist mit der Specialized Misson Control App für die Streckenplanung und Navigation, Shimano XT-Schaltung und Scheibenbremsen zu überzeugen. Optional sind Gepäckträger und Schutzbleche erhältlich.